Raus aus dem Alltag - Mit Achtsamkeit!
- Sonja

- vor 18 Stunden
- 3 Min. Lesezeit
Und warum nicht im Allgäu? - In diesem Beitrag im Auszeit Allgäu-Magazin erfahren Sie, warum bewusste Pausen immer wichtiger werden und erhalten Tipps, wie Sie zu gestalten sind.

Im Juni wurde ich als Achtsamkeitstrainerin von der Redaktion des Allgäuer Wirtschaftsmagazines für die erste "Auszeit Allgäu"- Edition interviewt zum Thema "Pausen im Alltag" und wie diese gelingen können.
Hier ein Auszug des Interviews:
Frau Unold, brauchen wir heute mehr Auszeiten als früher?
Ja, weil das Stresslevel bei vielen Menschen dauerhaft sehr hoch ist. Durch Digitalisierung und ständige Erreichbarkeit verschwimmen Arbeit und Freizeit immer mehr. Viele versuchen, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen – Beruf, Familie, Termine, Nachrichten, Social Media. Unser Gehirn ist dafür aber eigentlich gar nicht gemacht. Es springt permanent zwischen Aufgaben hin und her. Das kostet unglaublich viel Energie.
Das heißt, viele Menschen funktionieren nur noch?
Genau. Deshalb ist eine gute Auszeit vor allem eines: etwas anderes als der Alltag. Wer viel sitzt, am Bildschirm arbeitet und mental gefordert ist, braucht einen Gegenpol. Natur, Bewegung, Ruhe oder einfach einmal bewusst nichts müssen.
Das Allgäu scheint dafür ideal zu sein?
Absolut. Das Allgäu ist unglaublich vielseitig. Berge, Seen, Wälder, Wasserfälle oder weite Hügellandschaften – die Natur spricht hier alle Sinne an. Genau das hilft uns dabei, wieder mehr im Moment anzukommen. Wir sind im Alltag oft stark im Tun: organisieren, planen, erledigen. In der Natur kommen wir eher ins Sein und hören Wasserrauschen oder Vogelstimmen, riechen den Wald oder frisch gemähte Wiesen und spüren Wind oder Sonne auf der Haut. Dadurch entsteht automatisch Abstand zum permanenten Gedankenkarussel. Mehr Ruhe kann sich einstellen. Viele Menschen gehen zwar spazieren oder wandern, sind gedanklich aber trotzdem noch im Stressmodus und bekommen kaum etwas entlang des Weges mit. Entscheidend ist, ob ich wirklich wahrnehme, was um mich herum passiert.
Wie gelingt das konkret?
Man kann sich zum Beispiel bewusst vornehmen: Worauf achte ich heute? Vielleicht auf Geräusche, auf verschiedene Grüntöne oder darauf, wie sich der Untergrund unter den Füßen anfühlt. Dadurch holt man den Geist aus dem Autopiloten zurück ins Hier und Jetzt. Es geht um bewusste Wahrnehmung.
Welche Rolle spielt das Handy?
Eine große. Viele Menschen nehmen sich zwar eine Pause, bleiben aber trotzdem ständig online. Sie fotografieren alles, posten Eindrücke oder prüfen laufend Nachrichten. Dadurch bleibt man innerlich weiterhin im Außen. Eine gelungene Auszeit braucht Grenzen zum Alltag. Vielleicht schaut man nur einmal am Tag aufs Handy oder lässt es bewusst öfter weg. Das fällt vielen schwer, aber genau darin liegt oft der Erholungseffekt.
Sollten wir wieder lernen zu staunen und uns treiben zu lassen?
Ja, genau, in der Achtsamkeit wird das als Anfängergeist bezeichnet. Kinder können das viel besser und sie entdecken ständig Neues. Manchmal hilft es, bewusst etwas anders zu machen: einen neuen Weg zu gehen, sich nicht navigieren zu lassen oder einfach einmal ohne Plan loszulaufen. Dadurch wird unser Gehirn wieder wacher und aufmerksamer.
Haben Sie persönliche Kraftorte im Allgäu?
Besonders mag ich den Schwansee bei Füssen. Dort kommen Wasser, Seerosen und Libellen, der Blick auf die Königsschlösser, Blumenwiesen und der Wald zusammen. Sehr gerne mag ich auch den Höhenweg Senkele bei Seeg. Dort oben schwebt man förmlich über dem Alltagsgeschehen und kann einen majestätischen Ausblick auf das Ostallgäuer Alpenvorland und die Berge genießen.
Autor: Meike Winter
Den Beitrag in der "Auszeit Allgäu" lesen:
Haben Sie auch einen persönlichen Kraftort im Allgäu?
Ich bin neugierig, teilen Sie es gerne im Kommentar! :-)

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